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Sorgen wegen Bienensterben

Problemstoff Glyphosat

Hinter dem Honig-Frühstück stecken fleißige Bienen - aber die sind hierzulande immer stärker bedroht, warnt die Agrar-Gewerkschaft IG BAU (Foto: IG BAU).
Hinter dem Honig-Frühstück stecken fleißige Bienen - aber die sind hierzulande immer stärker bedroht, warnt die Agrar-Gewerkschaft IG BAU (Foto: IG BAU).
09.12.2018
Appetit auf flüssiges Gold: Rund zwei Kilotonnen Honig aßen die Menschen in Hamburg im vergangenen Jahr. Mit Sorge beobachtet die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt aber das Bienensterben, das den Imkern auch hier zunehmend zu schaffen macht.

"Verantwortlich für das Bienensterben ist auch die industrielle Landwirtschaft", sagt Hamurgs IG BAU-Vorsitzender Matthias Maurer. "Monokulturen und der Einsatz von Pestiziden lassen den Bienen immer weniger Lebensräume". Gefährlich sei insbesondere das Pflanzenschutzmittel Glyphosat. Laut einer aktuellen Studie aus den USA greift das Herbizid die Darmflora der Bienen an - und ist einer der Hauptgründe für den massiven Rückgang der Bienenvölker. Die IG BAU fordert deshalb ein Verbot von Glyphosat - das Mittel ist in Deutschland, im Gegensatz zu anderen EU-Ländern, weiterhin erlaubt.

Maurer: "Wenn wir in Zukunft überhaupt noch heimischen Honig essen wollen, dann muss es ein Umdenken in der Landwirtschaft geben - mehr Vielfalt und weniger Einsatz von Chemie". Laut Statistik werde schon jetzt der Großteil des in Deutschland gegessenen Honigs importiert - insbesondere aus Argentinien, Mexiko und der Ukraine. Dabei steht die Bundesrepublik beim Honigverzehr weltweit an der Spitze: Alleine zwischen 2016 und 2017 nahm der Verbrauch nach Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) um 15 Prozent zu.

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