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Mehr Geld für Reinigungskräfte

31.000 Beschäftigte in Hamburg betroffen

Mehr Geld für die Arbeit mit dem Wischmopp: Ab Januar bekommen Reinigungskräfte mindestens 10,56 Euro pro Stunde (Foto: IG BAU).
Mehr Geld für die Arbeit mit dem Wischmopp: Ab Januar bekommen Reinigungskräfte mindestens 10,56 Euro pro Stunde (Foto: IG BAU).
06.02.2019
Lohnplus fürs Wischen und Fensterputzen: Die rund 30.000 Reinigungskräfte in Hamburg bekommen ab sofort mehr Geld. Zum Januar ist der Branchenmindestlohn in der Gebäudereinigung auf 10,56 Euro pro Stunde gestiegen - 2,5 Prozent mehr als bisher. Glas- und Fassadenreiniger kommen nun sogar auf 13,82 Euro, teilt die IG BAU mit. Das Plus ist für alle Reinigungsfirmen verpflichtend.

"Wer täglich Schulen, Büros und Krankenhäuser sauber hält, macht einen harten Job. Dafür gibt es jetzt einen verdienten Zuschlag", sagt Matthias Maurer. Der Bezirksvorsitzende der IG BAU rät den Beschäftigten aber zu einem Lohn-Check: Mit der Januar-Abrechnung müsse das zusätzliche Geld auf dem Konto sein. "Auch Minijobber sollten genau hinschauen. Durch das aktuelle Lohn-Plus verringert sich ihre Arbeitszeit", erklärt Maurer. Um auf 450 Euro/Monat zu kommen, müssten sie nun eine Stunde im Monat weniger arbeiten.

Die IG BAU fordert, auch die Arbeitsbedingungen für Reinigungskräfte deutlich attraktiver zu machen. Darüber verhandelt die Gewerkschaft aktuell mit den Arbeitgebern. Im Mittelpunkt steht hierbei die Eingruppierung in die richtige Lohngruppe. "Viele Beschäftigte, die eine Fachausbildung haben, verdienen aktuell zu wenig. Das soll sich ändern", so die Gewerkschaft. Eine mehrjährige Ausbildung müsse sich auch lohnen - genauso wie die Anerkennung der Berufserfahrung. Bisher zähle hier vor allem die Tätigkeit. Außerdem soll es in der Gebäudereinigung - wie in den meisten Branchen - ab diesem Jahr ein Weihnachtsgeld geben.

IG BAU Hamburg

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