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Aufruf zu "Demokratie hinterm Werktor"

Beschäftigte in Hamburg können Interessenvertreter wählen

Aktion in Barmbek: Mehr als 20 GewerkschafterInnen warben für die Betriebsratswahlen. Foto: DGB Hamburg
Aktion in Barmbek: Mehr als 20 GewerkschafterInnen warben für die Betriebsratswahlen. Foto: DGB Hamburg
27.02.2018
Von der Arbeitszeit über den Gesundheitsschutz bis hin zur Urlaubsplanung: Unter welchen Bedingungen Beschäftigte in Hamburg arbeiten, darüber entscheidet nicht allein der Chef. Auch die Betriebsräte haben hier ein entscheidendes Wort mitzureden. Von März bis Mai werden die „Stimmen der Belegschaften“ neu gewählt, DGB und IG BAU mobilisieren die Belegschaften zur Stimmabgabe.

"Wer sein Kreuz jetzt macht, der kann mitbestimmen, wie sein Arbeitsplatz in den nächsten vier Jahren aussieht", sagt der Hamburger IG BAU-Vorsitzende Matthias Maurer, nennt die Wahl "ein absolutes Muss". Zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern aller DGB-Gewerkschaften beteiligte er sich vergangenen Montag an einer Verteilaktion rund um den U- und S-Bahnhof Barmbek.

Foto: DGB Hamburg.

Natürlich war da auch Hamburgs Gewerkschafts-Chefin Katja Karger nicht weit, verteilte selbst hunderte Flyer und warb noch einmal mit deutlichen Worten für den Urnengang: "Betriebsräte sichern Arbeit, sorgen für faire Bezahlung und retten den Feierabend. In Unternehmen mit Betriebsrat wird mehr in Ausbildung investiert, gibt es mehr Urlaub und bessere Bedingungen für die Vereinbarung von Familie und Beruf."

"Auch bei Kündigungen, Fragen zu Arbeitszeit, Arbeitsorganisation, Überstunden oder Weiterbildung reden sie mit und sorgen für faire Bedingungen", so Karger weiter. "Betriebsräte und die Mitbestimmung stehen für Solidarität und Demokratie, die nicht vor dem Werkstor enden!"

Hamburgs IG BAU-Chef Matthias Maurer wirbt für die Teilnahme an den BR-Wahlen (Foto: DGB Hamburg).

Und zwar vor keinem Werktor, stimmt Maurer zu: "Auch in kleinen Handwerksbetrieben sollten Beschäftigte nicht davor zurückschrecken, einen Betriebsrat zu wählen." Schon in Firmen mit mindestens fünf wahlberechtigten Arbeitnehmern kann eine Wahl erfolgen, wobei auch volljährige Auszubildende, Praktikanten und befristet oder in Teilzeit Beschäftigte und Aushilfen mitzählen. Arbeitgeber dürfen die Wahl nicht behindern, bei Problemen hilft die zuständige Gewerkschaft.

Betriebsratswahlen finden alle vier Jahre statt. Wie viele Mitglieder ein Betriebsrat hat, richtet sich nach der Zahl der Mitarbeiter. Die Wahlbeteiligung in den Betrieben lag mit 79 Prozent zuletzt deutlich über der Beteiligung an Landtags- oder Bundestagswahlen. Weitere Infos rund um die Betriebsratswahlen gibt es unter anderem in den Büros der IG BAU in Hamburg (040 - 25 30 440) und Stade (04141 - 625 01), sowie im Netz unter http://www.dgb.de/betriebsratswahl-2018.

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