Reiner Hoffmann mit Kolleg*innen der IG BAU.
Der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann mit Regionalleiter André Grundmann und Hamburger IG BAU-Mitgliedern auf dem Fischmarkt (Foto: Harning).
02.05.2021
Nachrichten

Sichtbar sein an unserem Tag, dem Tag der Arbeit! Mit diesem Ziel waren Gewerkschaftsmitglieder am Samstag auch unter Coronabedingungen an vielen Orten der Hansestadt unterwegs - Motto: "Solidarität ist Zukunft." Den Mittelpunkt bildete eine Kundgebung mit dem DGB-Bundesvorsitzenden Reiner Hoffmann. 200 Kolleginnen und Kollegen konnten unter Einhaltung der geltenden Abstands- und Hygieneregeln dabei sein.



In seiner Rede betonte Reiner Hoffmann, wie wichtig der solidarische Zusammenhalt nach über einem Jahr Pandemie ist. Zwar seien die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Krise enorm. Durch solidarisches Handeln sei es aber gelungen, das Schlimmste zu verhindern: „In den vergangenen Monaten haben Gewerkschaften, Betriebs- und Personalräte dafür gekämpft, dass soziale Härten abgefedert und viele Jobs gesichert wurden“, so Hoffmann.

Reiner Hoffmann in der "Bütt"
Reiner Hoffmann auf der Maikundgebung in Hamburg.

Die Gewerkschaften hätten sich erfolgreich für mehr Arbeits- und Gesundheitsschutz eingesetzt und dafür gesorgt, dass verbindliche Regeln fürs Homeoffice gelten. Auch die Unterstützung für Familien wurde verbessert und das Kurzar-beitergeld auf Druck der Gewerkschaften verlängert und erhöht.

Hamburgs DGB-Vorsitzende Katja Karger sagte: „Wir werden noch sehr viel zu kämpfen haben. Um jeden Arbeitsplatz, um unsere soziale Absicherung und vor allem um die gerechte Verteilung der Kosten: Die Reichen und Vermögenden dieser Stadt müssen viel stärker beteiligt werden als bisher. Gemeinsam werden wir weiterhin dafür sorgen, dass wir gute und sichere Arbeitsbedingungen haben, dass die Arbeitgeber ihrer Verantwortung gerecht werden und dass wir unser Stück vom Kuchen abbekommen.“

Vier Betriebs- und Personalräte berichteten anschließend im Talk mit Katja Karger, welche Auswirkungen Corona auf ihre Arbeit hat. Mit dabei waren Ute Koch (GEW), Ulla Stolle (ver.di), Michael Zurheiden (EVG) - und Alexander Kahl von der IG BAU.

 

Dabei ging es um die Situation für Beschäftigte an den Schulen, auf den Baustellen, im Handel oder bei der Bahn. Der schwierige Gesundheitsschutz, Kurzarbeit, die Forderung nach Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen und die durch die Gewerkschaften erreichte Jobsicherung bei der Bahn waren einige der Themen. Den Talk gibt es im Video auf der facebook-Seite des DGB Hamburg.

Reiner Hoffmann und Katja Karger
Reiner Hoffmann und Katja Karger am frühen Samstagmorgen auf dem Hamburger Fischmarkt.
Gewerkschaftsvorsitzende am Fischmarkt
Wenig später versammelten sich die Vorsitzenden der Hamburger Gewerkschaften mit Hoffmann zu einem Pressefoto (Foto DGB HH).
Matthias Maurer mit DGB-Mundschutz
Anschließend nahm auch Hamburgs IG BAU-Vorsitzender Matthias Maurer an der Kundgebung teil ...
Matthias Maurer mit wandernden Gesellen
... und konnte auf dem Fischmarkt u.a. zwei Wandernde Gesellen begrüßen, die der Kundgebung beiwohnten.

Redner*innen des 1. Mai in Hamburg:

Reiner Hoffmann
Reiner Hoffmann, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschafts-Bundes (DGB).
Katja Karger auf der DGB-Bühne
Katja Karger, Vorsitzende des DGB Hamburg.
Alexander Kahl
Hochtief-Betriebsrat Alexander Kahl, als einer von vier Belegschaftsvertre- ter*innen auf der Mai-Bühne.
Yavuz Daskin
Yavuz Daskin sprach für die DGB-Jugend in Hamburg.

Für die DGB-Jugend sprach Yavuz Daskin und forderte mehr bezahlbaren Wohnraum für Auszubildende und Studierende, faire Ausbildungsvergütungen und ein ausreichendes Bafög für alle Studierenden. „Finanzkrise, Klimakrise und jetzt die Corona-Krise: Unsere Generation erlebt nicht zum ersten Mal, dass die Welt, wie wir sie kennen, ins Wanken geraten kann. Doch genau an diesem Punkt zeigt sich, was junge Menschen von heute ausmacht: Wir liefern uns diesen Veränderungen nicht einfach aus! Besonders als Gewerkschaftsjugend gestalten wir Veränderungen mit. Denn für uns ist klar, Demokratie heißt Mitbestimmung!“ Am Ende seiner Rede erinnerte Daskin - sichtlich bewegt - an die neun Opfer des rassistischen Anschlags von Hanau im Februar 2020.

An zwei Fahrraddemonstrationen durch die Hamburger Innenstadt und DGB-Kundgebungen in Bergedorf und Harburg beteiligten sich zusammen gut 300 Menschen. Hier gibt es ein Video vom 1. Mai in Hamburg.

Mai-Demonstrationen von Initiativen außerhalb des DGB waren pandemiebedingt überwiegend verboten und wurden von der Hamburger Polizei zum Teil mit großer Härte unterbunden.

DGB Hamburg/igbau-hamburg.de

IG BAU-Mitglieder bei der Mai-Kundgebung 2021
Auch ein kleines Kontingent von IG BAU-Mitgliedern konnte an der Mai-Aktion teilnehmen.
Das Band der Solidarität (Foto: DGB HH).
... und beteiligte sich an einer Aktion unter dem Motto "Band der Solidarität" (Foto: DGB HH).
Kolleginnen der IG BCE
Noch vor Beginn der Kundgebung protestierten Kolleg*innen der IG BCE für einen Tarifvertrag bei der IBL International.
Teilnehmer*innen der Mai-Kundgebung 2021 auf dem Fischmarkt.
Insgesamt waren auf dem Fischmarkt 200 Teilnehmer*innen zugelassen (soweit nicht anders gekennzeichnet, alle Fotos: Harning).